Daten, Zahlung, Grenzen · 18+
KI-Freundin sicher nutzen: Daten, Zahlung und die Zeile unter dem Preis
Zwei Dinge gehen in diesem Bereich regelmäßig schief: Man gibt mehr preis, als nötig wäre, und man übersieht die zweite Zeile unter dem beworbenen Preis. Beides lässt sich in wenigen Minuten vermeiden.
Was der Anbieter in jedem Fall sieht
Den Gesprächsinhalt, weil er ihn verarbeiten muss, um zu antworten. Die IP-Adresse, weil ohne sie keine Verbindung zustande käme. Zeitpunkte und Gerätemerkmale, weil jeder Webdienst sie protokolliert.
Kein Konto zu brauchen, ändert daran nichts. Es verhindert nur, dass die Sitzung dauerhaft mit einer E-Mail-Adresse verknüpft wird — was für den eigenen Haushalt viel bringt und gegenüber dem Anbieter wenig.
Ob aus den Daten ein dauerhaftes Profil wird oder ob sie zur Verbesserung der Modelle verwendet werden, steht in der Datenschutzerklärung. Bei fast allen Anbietern ist sie englisch.
Die Zeile unter dem beworbenen Preis
Von elf geprüften Anbietern veröffentlichen nur zwei überhaupt Zahlen. Bei einem davon kostet der Einstieg 12,99 $ und die Verlängerung 25,99 $ im Monat — beides steht auf derselben Seite, nur in unterschiedlicher Größe.
Die Regel dafür ist einfach: Notiere immer zwei Beträge statt einem. Steht neben dem zweiten ein Wort wie „then“ oder „renews“, ist das der Preis, der dauerhaft gilt.

Fünf Maßnahmen, die tatsächlich wirken
Sie kosten nichts und sind in zwei Minuten erledigt. Alles darüber hinaus ist in diesem Bereich meist Beruhigung ohne Wirkung.
- Privates Browserfenster — hält die Sitzung aus dem Verlauf
- Eine eigene E-Mail-Adresse, wo eine verlangt wird
- Keine echten Namen, Adressen oder Arbeitgeber im Chat
- Vor der Zahlung die zweite Zeile unter dem Preis lesen
- Kündigungs- und Löschfunktion suchen, bevor du zahlst

Wo die inhaltliche Grenze liegt
Alle seriösen Anbieter verbieten in ihren Bedingungen Inhalte mit Minderjährigen sowie die Nachbildung realer Personen ohne deren Einwilligung. Das ist keine Formalie: Verstöße führen zur Sperrung und sind je nach Land strafbar.
Für dich praktisch heißt das: Lade keine Fotos realer Personen hoch und versuche nicht, eine Figur jemandem nachzubilden, den es gibt.
Nur für Erwachsene
Alle hier besprochenen Dienste richten sich an Personen ab 18 Jahren. Die Figuren sind KI-generiert und fiktiv; Ähnlichkeiten mit realen Personen sind zufällig.
Kein Konto ≠ anonym
Inhalt, IP und Zeitpunkte sieht der Anbieter in jedem Fall.
Zwei Beträge
Notiere immer den Einstieg und die Verlängerung — nicht nur den beworbenen.
Vorher suchen
Kündigung und Löschung findet man am besten, bevor man sie braucht.
Häufige Fragen dazu
Ist eine KI-Freundin anonym?
Gegenüber dem eigenen Haushalt ja, mit einem privaten Browserfenster. Gegenüber dem Anbieter nicht: Er verarbeitet die Nachrichten und sieht IP und Zeitpunkte. Kein Konto zu brauchen ändert daran nichts.
Woran erkenne ich eine Abo-Falle?
An zwei Beträgen auf derselben Preisseite. Steht beim zweiten „then“ oder „renews“, ist das der dauerhafte Preis. Bei einem der geprüften Anbieter verdoppelt er sich gegenüber dem Einstieg.
Darf ich Fotos hochladen?
Eigene in der Regel ja, im Rahmen der Bedingungen des Anbieters. Fotos anderer realer Personen nicht — das verbieten alle seriösen Anbieter und je nach Land ist es auch rechtlich heikel.